Balkon und Terrasse

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Bildquelle: © Wilm Ihlenfeld - Fotolia.com

Für Eigenheimbesitzer sind Terrassen und Balkone beliebte Möglichkeiten, um das Wohnzimmer während der warmen Jahreszeit ins Grüne zu verlegen. Nur wenige Schritte genügen, um die Natur hautnah zu genießen und an langen Sommerabenden wird der Treff mit Freunden und der Familie zum Erlebnis. Aber auch Kleingärtner schaffen sich mit einer Terrasse ihren Sitzplatz zum Genießen und Entspannen. Dennoch gilt es, einige wichtige Regeln zu beachten. Sie sorgen dafür, dass der Balkon oder die Terrasse den individuellen Vorstellungen seiner Nutzer entspricht.

Die Ausrichtung von Balkon und Terrasse

Jede Lage eines Balkons oder einer Terrasse hat ihre Vor- und Nachteile. In Ostlage sind sie bestens geeignet, um bereits bei mittleren Temperaturverhältnissen die wärmenden Sonnenstrahlen am Morgen zu genießen. Während sich alle anderen Lagen noch im Schatten befinden und deshalb von der Morgenkühle bestimmt werden, ist das Frühstück auf dem Ostbalkon oder der Ostterrasse ein Genuss.
Südterrassen und Balkone sind die uneingeschränkten Favoriten für Sonnenanbeter. In Hitzeperioden kann dieser Vorteil jedoch auch zum Verhängnis werden. Vor allem bei kleinen Balkonen reflektiert die Hauswand so viel Sonnenenergie, dass sie in dieser Zeit kaum nutzbar sind.
Westbalkone und Terrassen verlängern den Aufenthalt im Freien am Abend. Während alle anderen Bereiche bereits im Schatten liegen, wird er noch lange von der Abendsonne beschienen. Bei exakt nach Westen ausgerichteten Terrassen ist deshalb auch eine Eck-Variante in West- und Südrichtung empfehlenswert.
Nordbalkone und Terrassen wirken meist kalt, feucht und muffig. Hohe Bäume verstärken diesen unangenehmen Effekt zusätzlich. Im Hochsommer kann die Kühle auf einem Nordbalkon oder einer Nordterrasse zwar sehr angenehm sein. Insgesamt sind beide jedoch nur eingeschränkt nutzbar.

Zwei Materialien, die sich besonders eignen

Bei der Materialauswahl für den Fußboden eines Balkons oder der Terrasse spielen selbstverständlich die individuellen Vorstellungen ihrer Benutzer eine große Rolle. Preiswert sind vor allem Fußböden aus Betonplatten, Pflaster oder Fliesen. Sie sind bei einer zusätzlichen Imprägnierung zudem pflegeleicht. Als harter Untergrund werden sie jedoch, vor allem bei Gelenkproblemen, unangenehm beim Sitzen und Laufen empfunden und bei niedrigeren Temperaturen sind sie fußkalt.
Gartenhölzer wie Lärche, Douglasie, Massaranduba oder Bangkirai bringen die Natur auf den Balkon und die Terrasse. Ein solcher Fußboden ist mit relativ wenig Pflegeaufwand dauerhaft beständig. Seine Anschaffung einschließlich eines frost- und standsicheren Untergrundes ist jedoch sehr aufwendig und preisintensiv.

Sichtschutz sorgt für die persönliche Atmosphäre

Selbst bei einem harmonischen Nachbarschaftsverhältnis hat jeder Mensch das Bedürfnis, sich manchmal zurückziehen zu können. Deshalb bedeutet ein Sichtschutz nicht Abgrenzung, sondern Flexibilität.
An Balkonen sind die Möglichkeiten mit Sichtschutzwänden oder rankenden Blumenkästen eingeschränkt. Die Terrasse hingegen kann beispielsweise mit einer Palisadenwand abgeschlossen werden. Besser sind frei wachsende Bepflanzungen in der Sichtachse zu Nachbarn oder zur Straße. Sie ermöglichen den freien Ausblick in den Garten und halten dennoch neugierige Blicke fern.
Terrassen und Balkone verlegen das Wohnzimmer ins Grüne.