Rasenflächen

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Als Rasen werden aus Gräsern gebildete Grünflächen bezeichnet, die nicht der landwirtschaftlichen Nutzung unterliegen. Im Gegensatz zu Wiesen und Weiden werden Rasenflächen vom Menschen künstlich angelegt. Je nach Nutzungsart unterscheidet sich die Zusammensetzung der Grassamenmischungen. Vielerorts bevorzugt man den Zierrasen, der durch regelmäßigen Schnitt zu einem sattgrünen Teppich heranwächst.

Rasenflächen bilden Übergangszonen von einem Gartenbereich zum anderen oder sie verbinden die Terrasse mit dem Garten, den Eingangsbereich mit dem Vorgarten beziehungsweise die Einfahrt mit dem übrigen Grundstück. Ob eine Rasenfläche als Zierde dient oder ob sie betreten beziehungsweise bespielt werden darf, wird durch die individuellen Wünsche des Gartenbesitzers entschieden. Befinden sich in der Familie kleine Kinder, muss der Rasen höchstwahrscheinlich auch als Bolzplatz oder Spielwiese erhalten. Es empfiehlt sich, die Art der Nutzung bei der Auswahl der Rasensaat zu berücksichtigen. Spielrasen beispielsweise setzt sich aus verschiedenen robusten Grassorten zusammen.

Die günstigsten Zeiten für die Anlage eines Rasens sind das Frühjahr und der Herbst. Vor der Anlage einer Rasenfläche muss der Boden vorbereitet werden. Zunächst wird die Rasenfläche abgesteckt und die Erde umgegraben. Anschließend wird sie von lästigen Unkräutern befreit. Wer diese Arbeiten sorgfältig ausführt, spart sich später viel Arbeit, da sich viele Pflanzenarten nur schwer bekämpfen lassen, wenn sie sich erst einmal im Rasen festgesetzt haben. Als Beispiele seien Klee und Giersch erwähnt.

Ist der Boden zu lehmig, wird Sand eingearbeitet, damit das Regenwasser später gut ablaufen kann. Vor der Aussaat ist die Rasenfläche einzuebnen, damit sie nicht zur gefährlichen Stolperfalle wird. Die Rasensaat sollte gleichmäßig ausgebracht werden. Dies gelingt am besten an windstillen Tagen. Damit die Saat auf dem Boden nicht verweht wird, drückt man sie mit einer Rasenwalze an. Je nach Witterung muss die Fläche regelmäßig bewässert werden.

Der erste Rasenschnitt erfolgt, wenn die Gräser eine Höhe von 8 bis 10 Zentimetern erreicht haben. Fachleute raten zur Verwendung einer Sense, da diese die noch feinen Wurzeln schont. Später können ein Rasenmäher oder ein Rasentraktor zum Einsatz kommen. Dann schneidet man die Halme auf etwa 5 Zentimeter zurück. Stehen längere Trockenperioden bevor, empfiehlt es sich, die Gräser etwas höher wachsen zu lassen, da der Boden dann vor dem Austrocknen geschützt ist. Der Rasenschnitt sollte niemals auf dem Rasen liegen bleiben, da er eine dicke Schicht bilden würde, die den Luftaustausch der Gräser behindert.

Damit der Rasen gedeiht, benötigt er regelmäßige Düngergaben. Der Handel bietet Rasendüngermischungen an. Zwei- bis dreimal im Jahr ist ein Volldünger anzuwenden. Im Frühjahr benötigt der Rasen eine Wellnesskur. Hierzu zählt das Vertikutieren, bei welchem mit einem entsprechenden Gerät der Boden aufgeschnitten und durchlüftet wird. Gleichzeitig lassen sich beim Vertikutieren abgestorbene Gräser und Moose entfernen. Zeigen sich auf dem Rasen kahle Stellen, wird Rasen nachgesät. Weniger dicht bewachsene Stellen können im Herbst mit Blumenzwiebeln bepflanzt werden.