Zierpflanzen

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Zierpflanzen sind vom Menschen kultivierte Pflanzen, die allein wegen ihrer Optik angebaut werden. Zu ihnen zählen unter anderem Topf- und Grünpflanzen, Gräser, Stauden, Zwiebelblumen, Zierbäume und -sträucher, Kletterpflanzen, Heckenpflanzen sowie einjährige Blütenpflanzen. Eine der ältesten Zierpflanzen ist die Rose.

Zierpflanzen werden zu Dekorationszwecken verwendet. Im Haus beziehungsweise in der Wohnung sorgen sie für eine ansprechendes Wohnambiente. Im Freien verschönern sie Vorgärten, Balkons und Terrassen sowie Gartenbeete. Zierpflanzen lassen sich mit Nutzpflanzen kombinieren. In alten Bauerngärten diente diese Kombination der Platzersparnis sowie der Schädlingsprävention. Während bei der modernen Gartengestaltung lange Zeit nach Nutz- und Ziergarten unterschieden wurde, greifen Gartenfachleute inzwischen die alte Tradition des gemeinsamen Nutz- und Zierpflanzenanbaus wieder auf. Auf diese Weise lassen sich auch optisch ganz neue Akzente setzen.

Die Kultivierung von Zierpflanzen ist auch unter Hobbygärtnern sehr beliebt. Immer wieder gelingt es auch ihnen, neue Sorten zu züchten. Einige Züchter beschränken sich auf die Vermehrung weniger Arten, anderen geht es um eine möglichst breite Auswahl an verschiedenen Pflanzen. Für den Anbau und die Haltung von Zierpflanzen müssen ein entsprechendes Platzangebot sowie spezielle klimatische Bedingungen vorhanden sein. Außerdem stellt jede Pflanzenart eigene Ansprüche an die Bodenbeschaffenheit und die Pflege.

Je nach Art und Sorte können Zierpflanzen von diversen Krankheiten und Schädlingen befallen werden. Sie können Teile der Pflanze schädigen oder diese gänzlich eingehen lassen. Wer beim Pflanzenkauf kräftige Pflanzen auswählt, hat bereits einen Beitrag zur Prävention geleistet. Gesunde Pflanzen sind nämlich in der Lage, einen Großteil an Pilzen, Keimen und Schädlingen abzuwehren. Treten dennoch eine Erkrankung oder ein Schädlingsbefall auf, gilt es, diese so schnell wie möglich zu bekämpfen.

Viele Krankheiten und Schädlinge lassen sich auf ökologische Weise beseitigen. Beispielsweise wirken Jauchen und Spritzlösungen auf pflanzlicher Basis gegen diverse Schädlinge und Keime. Zugleich kräftigen sie die Pflanze, da sie viele Mineralien und Spurenelemente enthalten. Sehr beliebt ist beispielsweise die Herstellung eines Suds aus Brennnesseln, zumal diese im Ziergarten ohnehin als Unkraut betrachtet werden. Chemische Mittel wirken häufig schneller als pflanzliche Alternativen. Allerdings müssen bei deren Anwendung bestimmte Schutzvorschriften eingehalten werden, um die Gesundheit nicht zu gefährden. Zu bedenken ist auch, dass Insektizide und Pestizide im Verdacht stehen, diverse Krankheiten beim Menschen und bei Tieren auszulösen. Als Beispiel sei das immer häufigere Auftreten von Allergien genannt.

Pflanzzeit für viele Zierpflanzen ist der Herbst. Bereits ab September lassen sich beispielsweise Blumenzwiebeln stecken, Rosen und Gehölze pflanzen, Stauden teilen und neu einpflanzen oder Zimmerpflanzen umtopfen. Sie alle haben dann vor der Frostperiode ausreichend Zeit zur Wurzelbildung. Einjährige Zierpflanzen hingegen werden im Frühjahr gepflanzt. Sie erfreuen den Gärtner in der Sommersaison mit prächtigen Blüten, bevor ihr Dasein beendet ist. Auch Kübel- und Balkonpflanzen dürfen ab Mitte Mai ins Freie. Bei ihnen handelt es sich häufig um exotische Pflanzen, die aus wärmeren Regionen stammen.